Qualvoller Erstickungskampf. Panische Schreie. Tiere, die verzweifelt nach Luft ringen, bevor sie das Bewusstsein verlieren.
So sieht die Realität der CO₂-Betäubung aus. Jedes Jahr werden in Deutschland 80 Prozent der Schweine in Gondeln hinabgelassen, in eine dunkle Grube voller Kohlendioxid. Das Gas reizt ihre Schleimhäute, verursacht Panik und ein Gefühl des Erstickens. Die Tiere versuchen zu fliehen. Sie schreien. Sie kämpfen.
Die CO₂-Betäubung ist kein „humanes” oder „tierfreundliches” Verfahren. Sie ist ein grausamer Todeskampf.
Wir wissen das, weil wir es selbst gesehen haben. Wir, Anna Schubert und Hendrik Haßel, haben uns entschieden, hinzusehen, wo andere wegschauen. Wir sind in einen Schlachthof gegangen. Mit unseren Kameras. Nicht aus Sensationslust, sondern weil die Öffentlichkeit ein Recht hat, die Wahrheit zu kennen. Was wir gesehen haben, werden wir nie vergessen. Schweine, die in Todesangst schreien und verzweifelt versuchen, aus der Gondel zu entkommen. Momente voller Panik.
Wir haben diese Bilder veröffentlicht, damit die Öffentlichkeit entscheiden kann, ob das akzeptabel ist.
Der Schlachthof hat uns für die Veröffentlichungen verklagt. Er will uns verbieten, diese Bilder weiter zu zeigen und verhindern, dass die Gesellschaft erfährt, was hinter verschlossenen Türen passiert. Doch wir lassen uns nicht einschüchtern. Denn das eigentliche Unrecht ist nicht, dass wir hingesehen haben, sondern, dass diese Praxis überhaupt legal ist. Wir wehren uns gegen die Klage. Wir klären auf. Und wir fordern klar ein Ende der CO₂-Betäubung.
Das Ministerium muss jetzt handeln
Nach deutschem Tierschutzgesetz darf keinem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. Ein Verfahren, das nachweislich stechende Schmerzen und panisches Ersticken verursacht, widerspricht diesem Grundprinzip.
Seit über 20 Jahren ist bewiesen, dass sie mit erheblichem Leid verbunden ist. Und trotzdem wird sie weiterhin jedes Jahr millionenfach angewendet. Die CO₂-Betäubung ist bis heute Standard in deutschen Schlachthöfen. Nicht, weil sie besonders tierfreundlich ist. Sondern weil sie effizient ist. Denn nur so ist es für sie möglich, kostengünstig und massenhaft Schweine zu schlachten.
Herr Agrarminister Alois Rainer, beenden Sie diese Praxis!
Sie haben die Macht, das zu ändern. Beenden Sie die CO₂-Betäubung von Schweinen in Deutschland!
Beenden Sie ein Verfahren, das nachweislich extremes Leid verursacht!
Beenden Sie eine Praxis, die nur existiert, weil niemand hinschaut!
Jeder Tag, den Sie warten, bedeutet weiteres Leid für tausende Tiere!
Wir haben hingesehen. Jetzt sind Sie am Zug.
Hintergrund und Quellen
Kohlendioxid (CO₂) löst ein starkes Erstickungsgefühl aus. Es verursacht Panik, Schmerzen und extreme Atemnot. Die Schweine verlieren nicht sofort das Bewusstsein, sondern versuchen verzweifelt, aus den Gondeln zu entkommen.
Die Wirkung von CO₂ ist so schwerwiegend, dass das Verfahren sogar gegen geltendes Recht in Deutschland verstößt. Laut des Tierschutzgesetzes ist es verboten, Tieren ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Doch genau das geschieht bei der CO₂-Betäubung. Das Gas reizt die Schleimhäute so stark, dass die Schweine dabei Schmerzen spüren. Durch die Atemnot und das intensive Erstickungsgefühl leiden die Tiere erheblich.
Die CO₂-Betäubung missachtet auch die europäische Schlachtverordnung. Demnach müssen Tiere bei der Tötung und damit zusammenhängenden Tätigkeiten vor vermeidbarem Schmerz, Stress und Leiden geschützt werden. Die nachweislichen Schmerzen, Angst und die massive Atemnot der Schweine stehen dazu im klaren Widerspruch.
Bereits 2004 stellte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fest, dass Kohlendioxid tierschutzwidrig ist, da die Schweine auf das Gas aversiv reagieren. Zuletzt äußerte sich die Behörde 2020 deutlich kritischer. Sie empfahl, dass die CO₂-Betäubung mit Verfahren ersetzt werden sollte, die nicht mit Schmerzen, Angst und Atemproblemen verbunden sind.
QUELLENHINWEIS: INNN.IT
Rechtlicher Hinweis:
Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung.

