Ergonomie am Arbeitsplatz – „Worauf achten“

Ergonomie am Arbeitsplatz – „Worauf achten“

83% der Deutschen beklagen sich mindestens einmal im Jahr über Rückenschmerzen. Bei vielen sind die Schmerzen chronisch – eine Belastung, die auch in der Volkswirtschaft zu spüren ist. Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für Fehltage am Arbeitsplatz, sind mit 27% aller Krankschreibungen sogar häufiger als Atemwegserkrankungen. Der volkswirtschaftliche Schaden für die deutsche Wirtschaft: 55 Milliarden Euro. Abhilfe schaffen können mehr Bewegung und Sport, aber auch eine ergonomische Büroausstattung – eine Überlegung für Arbeitgeber.

„Ich hab‘ Rücken!“ – schmerzhaft und teuer

Die Volkskrankheit Nr. 1 ist nicht nur für Arbeitnehmer unangenehm, sondern kostet Arbeitgeber jährlich bares Geld. Wer sich wegen Rückenschmerzen krankschreiben lässt, fehlt immerhin im Durchschnitt knapp 14 Tage am Arbeitsplatz. Trotzdem lehnen viele eine ergonomische Einrichtung in ihren Büros ab. Der Grund: Die Kosten. Ein Set ergonomischer Büromöbel für einen Mitarbeiten liegen bei ca. 1000 Euro. Das hört sich zunächst nach viel an, wer aber den Nutzen abwägt, merkt schnell, dass es sich hier um eine lohnende Investition handelt. Die Kosten amortisieren sich in vielen Unternehmen bereits ab vier eingesparten Fehltagen. Neben weniger Krankheitstagen hat eine ergonomische Büroausstattung auch andere Vorteile: Eine bessere Konzentration der Mitarbeiter und eine allgemein verbesserte Körperhaltung. Herz-Kreislauf Erkrankungen können reduziert werden und auch die Motivation der Mitarbeiter steigt.

Der richtige Stuhl für gesundes Sitzen

In den meisten Büros finden sich klassische Drehstühle. Was viele nicht wissen: Sie gehören zur Basic-Ausstattung des Arbeitsplatzes. Zwar stützen sie die Lendenwirbel, sind aber eigentlich nur für gelegentliches Sitzen geeignet. Für Arbeitsplätze, an denen primär im Sitzen gearbeitet wird, sollte ein Operator-Drehstuhl eingesetzt werden. Durch eine Synchron-/Permanentkontakt-Mechanik sitzt man hier dynamisch, d.h. der Stuhl fördert das gelegentliche Wechseln der Sitzposition. Aktivität beim Sitzen fördert nicht nur einen gesunden Rücken, sondern beugt auch Leistungseinbrüchen und Müdigkeit vor. Die möglichst hohe Rückenlehne eines Operator-Drehstuhls entlastet die Wirbelsäule und Armlehnen stützen zusätzlich ab. Im großen Eckbüro findet man diese Bürostühle: Der Chefsessel. Weich gepolstert und mit viel Unterstützung durch eine hohe Rückenlehne und Armlehnen sind sie nicht nur optisch repräsentativ, sondern ermöglichen mit ihrer Wippmechanik auch ein bequemes Sitzen – auch wenn die Arbeit einmal bis in die Nacht dauert. Für jeden, der schon einmal mit einer Rückenerkrankung zu kämpfen hatte, empfehlen sich Bandscheiben-Drehstühle. Sie stützen nicht nur die Wirbelsäule, sondern auch explizit das Becken. Die Bandscheiben-Sitzschale limitiert die Rotation des Beckens, eine Lumbalstütze sorgt dafür, dass die Wirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form verbleibt und der Körper gerade gehalten wird.

Immer in Bewegung bleiben – was man selbst für den Rücken tun kann

Unsere Wirbelsäule stützt das komplette Gerüst unseres Körpers, trägt unser gesamtes Gewicht mit sich herum. Wer dazu noch krumm auf dem Stuhl hockt und sich im Alltag kaum bewegt, muss sich früher oder später über Schmerzen nicht wundern. Dabei ist unser Rücken leicht glücklich zu machen: Ein wenig Bewegung oder spezielle Rückenübungen, die sogar in den Alltag integrierbar sind, können schon einiges ausmachen. Wer vorbeugen möchte, sollte auf Sport setzen: Ob Joggen oder Schwimmen – was man tut, ist dem Rücken fast egal. Jede Art der Bewegung hilft. Wer schon unter Rückenschmerzen leidet, sollte sich spezielle Übungen ansehen. Außerdem gilt es, eine Schonhaltung zu vermeiden. Diese fördert den Schmerz nur, denn so verspannen sich andere Muskelregionen des Rückens und führen zu weiteren Schmerzen. Wärme und entspannende Massagen sind nicht nur Balsam für die Seele – sie sorgen auch für eine ausgeglichene Rückenmuskulatur. Wer z.B. am Arbeitsplatz viel sitzt, kann sich auch von einem Physiotherapeuten im richtigen Sitzen schulen lassen.

Woher kommen Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen betreffen mehr als 80% aller Deutschen. In den seltensten Fällen ist eine genetische Komponente dafür verantwortlich, vielmehr ist es unser Lebenswandel. Ein stressiger Alltag mit viel Sitzen und wenig Bewegung, dazu vielleicht noch das ein oder andere Pfund zu viel auf den Rippen – irgendwann wird es unserem Rücken einfach zu viel. Mediziner nennen das Sitzen als einen der Hauptgründe – „so schädlich wie Rauchen“ wird es oft beschrieben. Doch vermeiden lässt sich das Sitzen nun mal nicht, dies gilt besonders für alle, deren Arbeitsplatz ein „Sitzplatz“ ist. Hier ist die richtige Arbeitsplatzgestaltung von enormer Wichtigkeit: 8 Stunden täglich sitzen wir im Büro – wer dann noch falsch sitzt, bei dem sind Schmerzen praktisch vorprogrammiert. Firmen wie KAISER+KRAFT haben sich deshalb auf die richtige Büroausstattung spezialisiert. Zusammen mit etwas mehr Bewegung im Alltag, z.B. einem täglichen Spaziergang können die richtige Sitzweise und gezielte Rückenübungen schon einiges für einen gesunden Rücken tun. Wer unter chronischen Rückenschmerzen leidet, sollte vor jeder sportlichen Tätigkeit einen Arzt aufsuchen.

 

Diese Informationen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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