Weihrauch (Boswellia) wirkt entzündungshemmend

Weihrauch wirkt entzündungshemmend, Schwellungen gehen zurück, Wasser in den Geweben wird ausgeschwemmt und die Gedächtnisleistung wird verbessert.

Weihrauch steigert Gedächtnisleistung

Vor kurzem berichtete das ZDF in zwei Fernseh-Sendungen (Die Ärzte des Maharadschas und Die Ärzte der Kalifen) über das alte Wissen, das Wissenschaftler heute zu erforschen suchen. Nach den neuesten Untersuchungen von Prof. Hermann Ammon, Pharmakologe aus Tübingen, können immer mehr, der zu schon zu den Zeiten der Maharadschas beobachteten Wirkungen belegt werden. In den alten indischen Texten werden genannt: „Vertreibung von Dämonen, Schlimme Winde, Husten und Atemnot“. Heute konzentriert sich die Forschung auf: Arthritis, Asthma, Gicht, Geschwüre, Tumore, Gelbsucht und Gebärmutterentzündungen.

In Persien wurde Avicenna bereits mit 16 Jahren Hakím – das bedeutet „weiser Mann“. Am Hof des Herrschers von Buchara wirkte der junge Arzt. U. a schrieb er ein Rezept zur Stärkung des Geistes auf. An der Universität von Isfahan werden diese Rezepturen jetzt genau geprüft. Ratten, die bereits seit längerem Weihrauch-Harz als Futter-Zusatz erhalten, haben ein weit besseres Erinnerungsvermögen als ihre Konkurrenten. Die Einnahme von Weihrauch stärkt das Gedächtnis – das haben iranische Wissenschaftler auch schon beim Menschen nachgewiesen. Bereits nach zwei Wochen Versuchsdauer steigerte sich die Erinnerungsleistung um 90 Prozent.

Beitrag aus dem Vitalstoff-Journal.de

Weihrauch gehörte zu den Gaben der Könige aus dem Morgenland

Damals kostete ein Kilogramm Weihrauch umgerechnet etwa 500 Euro. Weihrauch galt also schon in früheren Zeiten als kostbares Geschenk – und als Therapeutikum.

Der Begriff Weihrauch (von althochdeutsch wîhrouch ,heiliges Räucherwerk‘, zu wîhen ,heiligen, weihen‘) bezeichnet zum Räuchern verwendete Harze (Olibanum) sowie die Pflanzenarten, aus denen diese Harze gewonnen werden (auch Weihrauchbaum oder Weihrauchpflanze), und schließlich den Rauch selbst.

Schon vor 7000 Jahren wurde den orientalischen Göttern Weihrauch geopfert. Auch die Ägypter verwendeten Weihrauch zum Einbalsamieren, als Räuchermittel und vor allem auch zu desinfizierenden Zwecken.

Und in der indischen Volksmedizin Ayurveda werden die Extrakte des Weihrauchharzes Olibanum seit Jahrtausenden gegen chronische Arthritis und chronische Bronchitis eingesetzt. In der ayurvedischen Medizin wurde wohl keine Pflanze so genau untersucht wie der Weihrauch. Wie Olibanum wirkt, ist noch nicht endgültig wissenschaftlich nachgewiesen, aber dass es wirkt ist bestätigt.

Weihrauch ist das natürliche Harz (Olibanum) des Weihrauchstrauches

Man unterscheidet dabei den indischen Weihrauch Boswellia serrata vom arabischen Boswellia sacra. Um das Harz zu gewinnen wird die Rinde der Bäume angeritzt, der austretende Pflanzensaft erstarrt an der Luft und bildet rot-gelbliche oder bräunliche Körner. Bei normaler Temperatur sind diese Körner fast geruchlos, beim Verbrennen entsteht jedoch ein stark aromatischer Duft. Weihrauch lässt sich nicht in beliebigen Mengen ernten. Die Pflanze gedeiht nur in den außergewöhnlichsten Regionen unserer Erde, wo lebensfeindliche Wüste und regenbringende Berge einander begegnen – seine Wachstumsbedingungen sind also extrem anspruchsvoll!

Das echte Weihrauchharz (Olibanum) wird vom Weihrauch-Baum gewonnen.

Die Gattung Boswellia gehört zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae) und umfasst unter anderem folgende Arten

  • Boswellia sacra – Arabischer Weihrauch, auch Somalischer Weihrauch (Syn.: Boswellia carterii Birdw.)
  • Boswellia frereana – Elemi-Weihrauch
  • Boswellia dalzielii – Dalziels Weihrauch, Westafrika
  • Boswellia nana, endemisch auf Sokotra
  • Boswellia papyrifera – Äthiopischer Weihrauch (Syn.: Amyris papyrifera)
  • Boswellia serrata – Indischer Weihrauch (Syn.: Boswellia glabra Roxb.)
  • Boswellia bhaw-dajiana Birdw. – Rotes Meer (Küste), Südarabien (Hadramaut), Somaliland

Diese Baumarten wachsen in Trockengebieten um das Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Eritrea, Sudan), in Arabien (Dhofar im Süden Omans, Hadramaut im Jemen) und in Indien. Der Lebensraum dieser Gehölze reicht in karger Landschaft zwischen Felsen und Klippen bis in eine Höhe von 1.200 m ü. NN. Der Harz spendende Baum erreicht Wuchshöhen von 1,5 bis 8 m, hat eine papierartig abblätternde Rinde und bildet bis zu 25 cm lange traubige Blütenstände aus.

Zwischen Ende März und Anfang April beginnt die Weihrauchproduktion, die über mehrere Monate andauert. Dabei werden den Bäumen Schnitte an Stamm und Ästen zugefügt. Der erste Erntevorgang ergibt nur ein sehr minderwertiges Harz, welches früher weggeworfen wurde, heute allerdings vermarktet wird. Erst drei Wochen später wird eine annehmbare Qualität geerntet, die mit den weiteren Wochen immer besser und reiner wird. Die Harzausbeute pro Baum hängt von Alter, Größe und Zustand des Baumes ab und liegt zwischen 3 und 10 kg. Nach mehreren jährlichen Ernten erfolgt für den Baum eine mehrjährige Ruhepause.

Inhaltsstoffe und Wirkungen von Weihrauch

Das Harz des Weihrauches enthält neben bekannten Inhaltsstoffen wie z.B. ätherischen Ölen oder Gerbstoffen auch 5 – 8% der Boswellia-Säuren – die wirksamen Bestandteile des Weihrauchs. Forscher haben herausgefunden, dass diese Substanzen Entzündungsreaktionen stoppen können.

Entzündungen werden im Körper auch durch ein bestimmtes Enzym (5-Lipoxygenase) verursacht. Dieses Enzym veranlasst die Bildung der so genannten Leukotriene. Leukotriene sind Stoffe, die der Körper bei Entzündungen erzeugt und die für die Aufrechterhaltung von chronischen Entzündungen verantwortlich sind.

Klinische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die aus dem Harz des Weihrauchbaums gewonnenen Boswellia-Säuren eine stark entzündungshemmende Wirkung bei chronischen Entzündungen wie Rheuma und Polyarthritis haben. Diese Hinweise auf eine Hemmung der Entzündungsmechanismen konnte – ebenfalls in klinischen Untersuchungen – bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn) aufgezeigt werden.

Bedeutung in der Naturmedizin

Die jahrhundertealte Erfahrung mit Olibanum als Phytotherapeutikum sowie die Ergebnisse der modernen Weihrauchforschung weisen auf verschiedene potentielle Einsatzmöglichkeiten bei chronischen Entzündungen hin. Polyarthritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Asthma, ja sogar Ödeme von Hirntumoren scheinen so therapierbar. Boswelliasäuren des Indischen Weihrauchs zeigen also Erfolg versprechende Perspektiven auf, die aber durch weitere aussagekräftige klinische Studien belegt werden müssen.

Wie wirkt Weihrauch?

Neben zahlreichen anderen Substanzen (z.B. ätherische Öle, Gerbstoffe usw.) enthält der Weihrauchharz 5 – 8% Boswelliasäuren. Von den Boswelliasäuren ist bekannt, dass sie entzündungshemmende (antiphlogistische) Wirkungen haben.

Entzündungen sind gekennzeichnet durch Rötung, Schwellung, Ödembildung, Wärme und gestörte Organfunktion. Sie werden im Körper durch ein bestimmtes Enzym (5-Lipoxygenase) verursacht.

Dieses Enzym veranlasst die Bildung von sogenannten Leukotrienen. Das sind körpereigene Stoffwechselprodukte, die für die Aufrechterhaltung von chronischen Entzündungen verantwortlich sind. Entzündliche Erkrankungen sind daher mit einer erhöhten Leukotrienen-Bildung im Organismus verbunden. Gelingt es, die übermäßige Leukotrienen-Produktion im Körper zu stoppen, so bilden sich die chronischen Entzündungen zurück. Wir haben oben gesehen, daß die Leukotrienen-Produktion durch ein bestimmtes Enzym veranlasst wird. Inaktiviert man dieses Enzym, können keine Leukotrienen entstehen. Genau dies tun nun die Boswellia-Säuren: Sie hemmen die Tätigkeit des Enzyms 5-Lipoxygenase.

Anwendungsgebiete für Weihrauch-Extrakt

Wir haben gesehen, dass – nach dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis – eine erhöhte Leukotrienenproduktion als ursächlich für die Aufrechterhaltung von chronischen Entzündungen angesehen wird. Man kann ein Übermaß an Leukotrienen bei vielen und verschiedenartigen Krankheitsbildern beobachten. Dazu gehören Krankheiten des rheumatischen Formenkreises, vor allem die Rheumatische Arthritis, Osteoarthritis, chronische Gelenkentzündung (Polyarthritis), aber auch die – leider sehr verbreiteten – entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die Schuppenflechte (Psoriasis) sowie Asthma bronchiale.

Anwendung bei chronischer Polyarthritis

Um die Erforschung der therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von Weihrauch-Extrakt hat sich in Deutschland vor allem der Tübinger Pharmakologe Prof. Hermann P. T. Ammon, verdient gemacht.

Er berichtet über die Ergebnisse einiger klinischer Untersuchungen mit Weihrauch-Extrakt bei einer limitierten Anzahl von Patienten mit chronischer Polyarthritis. Prof. Ammon bezeichnet die Ergebnisse als „vielversprechend“ und schreibt: „So zeigte sich in etwa 60 – 70% der Fälle ein Rückgang der Schmerzen, der Schwellung und der Gelenksteifigkeit.“

Anwendung bei Colitis ulcerosa

Prof. Ammon fährt fort: „Das gleiche scheint für die Behandlung der Colitis ulcerosa zu gelten, bei der in einer kürzlich in Indien durchgeführten offenen Studie mit 34 Patienten, die sechs Wochen lang täglich mit einem alkoholische Extrakt aus dem Harz von Boswellia serrata behandelt wurden, in 80 % der Fälle eine Remission (Zurückgehen der Krankheitserscheinungen) auftrat. Die Ergebnisse waren ähnlich denen einer Kontrollgruppe mit dem Standardpräparat Sulfasalazin.“

Weihrauch bei Hirntumoren?

Der Bochumer Pharmakologe Prof. Dr. Thomas Simmet berichtet über den Einsatz von Weihrauch-Extrakt bei einer bestimmten Form von Hirntumoren (Astrozytom). Bei dieser Tumorart konnten mit dem Weihrauch-Präparat deutliche klinische Besserungen der Hirndrucksymptome erzielt werden, außerdem hemmte es das Wachstum der Turmorzellen.

Prof. Simmet konnte in Zellkulturversuchen und in klinischen Tests zeigen, dass das Tumorwachstum und die damit auftretenden Ödeme möglicherweise durch Leukotriene verursacht werden. Die Tumorzellen schütten diese Stoffe aus und vermehren sich unter ihrem Einfluss weiter; ein Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist. Je bösartiger ein Tumor ist, desto mehr Leukotriene bildet er, sagt Prof. Simmet.

Auf einem Internationalen Kongress für Phytotherapie in München präsentierte Simmet die Ergebnisse, die er zusammen mit dem Neurochirurgen Michael Winking von der Universität Gießen an 25 Patienten erhalten hatte. Diese bekamen eine Woche lang einen Trockenextrakt des Boswellia-Baums; anschließend entfernten die Ärzte die Krebsgeschwulst durch eine Operation. Bei jedem 2. Krebskranken war der Tumor bereits weitgehend abgestorben. Die Ödeme wurden ebenfalls kleiner, so dass sich die neurologischen Ausfälle wie Sprachstörungen in einigen Fällen besserten.

Dosierung

Bei chronischen Beschwerden mit entzündlicher Aktivität (wie z. B. chronische Polyarthritis) liegt der empfohlene Dosisbereich bei Langzeitbehandlung zu Beginn der Therapie und bei starken Beschwerden bei 3 x 800 mg Trockenextrakt täglich, sonst bei 3 x 400 mg Trockenextrakt.

Für Kinder bis 10 Jahre ist die halbe Dosis zu empfehlen. Das Präparat (in Kapsel- oder Tablettenform verfügbar) wird nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit geschluckt.

Symptome bei Überdosierung, toxische Wirkungen, Nebenwirkungen, Gegenanzeigen sind bisher nicht bekannt geworden.

 

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QUELLENHINWEIS: Vitalstoff-Journal.de

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Diese Informationen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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