Homöopathie: Bockmist – Plazebo – Nichts drin. Noch Fragen?

Hier ist wieder ein interessanter Beitrag aus dem Blog von René Gräber – Homöopathie – wieso wirkt sie?

Informationen zur homöopathischen Grundlagenforschung

Wenn Naturwissenschaftler sich mal der Frage nach der Wirksamkeit der Homöopathie annehmen, dann ist es immer wieder verwunderlich, warum diese zu vollkommen anderen Ergebnissen kommen als ihre Kollegen aus der Medizin.

Ein Grund dafür könnte sein, dass die Forschungsweise eine komplett andere zu sein scheint als in der Medizin.

Die Medizin verlässt sich vor allem auf Plazebo kontrollierte statistische Verfahren. Plazebo (angeblich ohne Wirkung) – kontrolliert (hört sich gut an) und “statistisch” (hört sich noch besser an). Jedenfalls werden in der “Medizin-Wissenschaft” gerne mal Korrelationen (Hinweise auf Zusammenhänge) gerne zu “Beweisen” umgedeutet.

In den Naturwissenschaften werden solche Verfahren bestenfalls eingesetzt, um Vorauswahlen zu treffen; nämlich: in welche Richtung man weiter forschen sollte und in welcher Richtung es offensichtlich wenig Sinn hat.

Eine nähere Beschreibung zu diesen Fragen der Wissenschaft in der Medizin habe ich übrigens im Report: „Unsere Schulmedizin – Die einzig wahre Wissenschaft?“ diskutiert.

Prinzipiell sehe ich einige “methodologische Schwächen” in der Medizinwissenschaft. Die Medizin (im allgemeinen jedenfalls) ist aber nicht bereit, diese Schwäche zuzugeben.

Und so kommen wir einmal zur Homöopathie. Die Homöopathie ist ja ein komplett eigenständiges Heilverfahren mit Medikamenten. Allerdings mit anderen Medikamenten als diese in der Schulmedizin verordnet werden. In der Homöopathie werden die homöopathischen Mittel “Homöopathika” genannt. Entscheidend dabei ist, dass die Ursubstanzen (siehe auch Urtinktur) “potenziert” werden, sodass die Homöopathika nachher in verschiedenen “Potenzen” vorliegen. Diese Potenzen erhält man dann entweder in Tablettenform, als Tropfen oder als Globuli (die kleinen runden Kügelchen).

Zurück zur Forschung

Die Forschung steht bei der Homöopathie vor dem Dilemma, dass sie unter den verschiedensten Bedingungen zu verschiedenen Ergebnissen in Sachen Wirksamkeit und Effektivität kommt.

Wenn man nun das alte (nicht immer falsche) Dogma der Pharmakologie (=Lehre von den Arzneimitteln) nimmt, dass mit abnehmender Konzentration eines Wirkstoffs auch dessen Wirkung abnimmt, dann ist eigentlich sonnenklar, dass ein homöopathisches Präparat nicht wirksam sein kann, weil es keine nachweisbaren Wirkstoffe mehr enthält.

Denn die Potenzierung in der Homöopathie ist pharmakologisch gesehen nichts anderes als eine Folge von Verdünnungen.Wie gesagt: “pharmakologisch gesehen”.

Da stehen dann die Studien, die den homöopathischen Präparaten eine günstige klinische Wirkung bescheinigen, störend im Wege. Und wenn man mit der Wissenschaftlichkeit und Wissen am Ende ist, dann werden diese Ergebnisse tunlichst ignoriert und/oder lächerlich gemacht. Von daher wird man in jeder einigermaßen „seriösen“ populärwissenschaftlichen Veröffentlichung ganz zu Anfang und dann auch noch am Ende den Hinweis zu sehen bekommen, dass Homöopathie eine Glaubensfrage, alles Plazebo, Scharlatanerie etc. ist.

Von so einem Standpunkt aus betrachtet ist es durchaus verständlich, wenn sich einige Menschen dazu hinreißen lassen von “homöopathischem Bockmist” zu sprechen oder gar die Homöopathie zu verbieten.

Selbst wenn man beweisen könnte, dass das Dosis-Wirkungs-Prinzip der Pharmakologie in vielen Fällen richtig ist, so halte ich es dennoch für “begrenzt” anzunehmen, dass das die einzige pharmakologische Grundregel sein soll, die im Universum Geltung hat. Nur weil ich mir eine Sache momentan nicht erklären kann, kann ich nicht daraus schließen, dass es diese nicht gibt.

Ein Naturwissenschaftler wird sich nicht so billig zufrieden geben. Für einen unvoreingenommen Wissenschaftler stellt sich die Frage: Warum wirkt etwas, was nach bisherigem Wissen nicht wirken dürfte?

Aber: Es kommt ja noch schlimmer. Wenn man sich die Studien zu den homöopathischen Mitteln einmal anschaut, dann schneiden viele gut durchgeführte Studien in ihren Ergebnissen mindestens so gut ab, wie die Studien, bei denen Präparate der Pharmaindustrie zum Einsatz kamen. Einige schnitten sogar besser ab.

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Zu den Studien: Wie auch immer, allen Studien gemeinsam war, dass dabei gleichzeitig die Nebenwirkungsrate „statistisch signifikant“ niedriger lag als bei den Pharma-Studien. Klar doch… wenn nix drinne is, dann kann dat ja auch nich nebenwirken… Denn, alter pharmakologischer Leitspruch: „Ohne Nebenwirkung – keine Wirkung“.

Leider passt dies dann wieder nicht zu den beobachteten guten bzw. besseren Wirkungen der homöopathischen Präparate bei gleichzeitiger Nebenwirkungsarmut. Also so kommen wir wirklich nicht weiter.

Einen Hoffnungsschimmer bietet uns das Plazebo-Prinzip.

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QUELLENHINWEIS: Blog René Gräber

 

Diese Informationen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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One Comment

  1. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum Leute immer wieder so tun, als wäre Homöopathie für gar nichts gut… nur weil Studien nicht unbedingt alles beweisen können. Nur weil Studien etwas nicht belegen, heißt es nicht, dass es nicht wirksam ist. Meine Meinung: Wer heilt, hat recht. Alles andere ist einfach nur rausgeschmissenes Geld für Studien.

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