Gesunde Bekleidung – Die zweite Haut des Menschen

Gesunde Bekleidung – Die zweite Haut des MenschenProf. Dr. med. Gustav Jaeger (1832-1917) – Der Sinn und Zweck von Wolle

Als Wolle-Jaeger ging Gustav Jaeger in die Geschichte ein. Sein weltweites Wolle-Imperium hatte ihn einst zu einem weltberühmten Mann und mehrfachen Millionär gemacht. Von Dubai bis New York war Jaeger-Wäsche ein Begriff, bis während des 1. Weltkriegs die Jaeger-Firma enteignet wurde, Teil des Vertrages von Versailles war und als Reparation an die Engländer ging. In England ist Jaeger heute die drittgrößte britische Luxus Modemarke.

Doch Geld und Macht waren Jaeger im Prinzip nicht wirklich wichtig. Im Gegenteil. Sein Lebensziel war es gewesen dem allgemeinen Wohl zu dienen und Krankheiten nicht zu behandeln, sondern in ihrer Entstehung bestmöglich zu verhindern.

Dies kann man auch aus seiner Autobiografie ersehen, welche er seiner zweiten Frau Helene kurz vor seinem mysteriösen Tod diktierte. (Man findet diese in dem Buch „Das Vermächtnis des 7. Parfums – Die Liebe“, welche als PDF Datei zu einem Preis von 14.95 EUR erhältlich ist und bei Selma Gienger bestellt werden kann.)

In jener Biografie schreibt Jaeger am Ende:

„Durch meine Tätigkeit vom Katheder aus und in den naturwissenschaftlichen Zeitschriften kam ich mehr zufällig auch auf das Gebiet der Kleidung. Der damalige Präsident der Württembergischen Zentralstelle für Gewerbe und Handel, von Steinbeis, machte mich darauf aufmerksam, dass wenn ich meine schönen Kathederratschläge zur Ausführung bringen wolle, ich mich mit Geschäftsleuten in Verbindung setzen müsse, welche Kleidungsstücke in meinem Sinn verfertigen sich entschließen sollen. So kam es, dass die literarische und rednerische Propaganda auch dem Handel und Gewerbe dienstbar gemacht wurden. Da meine Gegner nichts unversucht ließen, um meinem siegreichen Vordringen auf diesem Gebiet Hemmschuhe in den Weg zu legen, wiederholte ich das Mittel, welches sich mir bei meinem ersten Auftreten im Heimatland bewährte hatte. Ich eröffnete einen Feldzug von öffentlichen Vorlesungen, über meine Bekleidungs- und Krankheitslehre, welcher mich durch 70 Städte Deutschlands , Österreichs und der Schweiz in 2 bis 3 Jahren führte.

Durch die Übersetzung meiner betreffenden Schriften, namentlich über die Bekleidungslehre, in dreizehn Sprachen, drang mein Name und meine Methode auch in außerdeutsche Kreise. Besonders wertvoll war für mich vom Jahr 1884 an die Verbindung mit der englischen Industrie. Binnen kurzem wurde die Jaegerware = Jaegergood zu einem Weltartikel, bis der vor drei Jahren ausgebrochene Weltkrieg meiner im Interesse der Gesundheitspflege gemachten Aufklärungstätigkeit mit einem Schlag lahm legte.

Über meine Arbeiten auf anderen Gebieten der Wissenschaft und des praktischen Lebens mich auszulassen ist hier nicht vonnöten. Dem allgemeinen Wohl, der Verhütung von Krankheit, ist mein Leben geweiht und wird es bleiben.“

Jaeger teilte die Ausdünstung des Menschen in Unlust- und Luststoffe ein, in stinkende und gut riechende Ausscheidungen, also ein Kompositum von Gutem und Schlechtem. Dies machte er anhand seiner Messungen – der Neuralanalyse – fest, in dem schlechte Düfte eine unrhythmische und lähmende Wirkung zeigten, wohingegen gute Düfte belebend und rhythmisierend wirkten. Die Tatsache, dass Wasser und wässrige Flüssigkeiten schlechte Gerüche anziehen, während Öl und fette Flüssigkeiten wohlriechende Substanzen anziehen, ließ u. a. den Rückschluss zu, dass wässrige Fasern, also alle Pflanzenfasern, sich konträr zu fettigen Fasern, Tierfasern, verhalten. Dies kann man selbst mit der eigenen Nase leicht nachprüfen. Trägt man eine Woche lang ein Baumwoll-T-Shirt, falls man es so lange aushält und dann eine Woche lang einen Wollpullover und beriecht jetzt beide Stoffe, so wird man feststellen können, dass das T-Shirt dringend in die Waschmaschine muss, während der Wollpullover gut und gerne viele weitere Wochen getragen werden kann. Der Wollpullover ist weitgehend geruchlos und hat lediglich den eigenen guten Geruch gespeichert, der zudem laut Jaeger als Selbstheilstoff gilt. Ein oft erprobtes und unfehlbares Mittel schreienden Babys zu einem ruhigen Schlaf zu verhelfen, ist, einen getragenen Wollpullover von Mutter oder Vater in das Bettchen zu legen, in dem der Geruch gespeichert ist. 

 

Diese Informationen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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One Comment

  1. Anscheinend zahlt sich die die Investition in qualitativ hochwertigere Kleidung nicht nur in ökologischer und sozialer Weise aus. Die hier beschriebenen gesundheitlichen Aspekte sind eindeutige Argumente für den Kauf naturnaher Produkte aus Tierfell. Mir war beispielsweise nicht bewusst, dass die die Verwendung von Baumwollprodukten Krampfadern und Hämorriden fördern kann, da sie zu einem Zusammenziehen der Gefäße führen.
    Mein Fazit: Ich investiere lieber ein paar Euro mehr in punkto Kleidung, kann dafür aber das Produkt dann mit guten Gewissen für lange Zeit anziehen. Auch in Bezug auf die Wegwerfmentalität der heutigen Gesellschaft ist dies ein wichtiger Aspekt.

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