{"id":8063,"date":"2013-11-02T07:32:27","date_gmt":"2013-11-02T06:32:27","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.viciente.at\/?p=8063"},"modified":"2025-09-06T17:53:51","modified_gmt":"2025-09-06T15:53:51","slug":"gebarmutterhalskrebs-pap-abstriche-sind-unnotig-und-haben-keine-aussagekraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.viciente.at\/front\/gebarmutterhalskrebs-pap-abstriche-sind-unnotig-und-haben-keine-aussagekraft\/","title":{"rendered":"Geb\u00e4rmutterhalskrebs &#8211; PAP Abstriche sind unn\u00f6tig und haben keine Aussagekraft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Beitrag von <a href=\"http:\/\/www.initiative.cc\/Artikel\/2013_10_27_PAP_Abstrich.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">initiative.cc<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>PAP &#8211; Abstrich-Tests (Krebsabstriche\/Zellproben vom Geb\u00e4rmutterhals) sind unn\u00f6tig und haben keine Aussagekraft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie \u00f6sterreichische Frauen eine Spontanheilung erlebten und das Geheimnis der Finnen, welche kaum untersuchen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ver\u00e4nderungen sind normal und bilden sich wieder zur\u00fcck.<\/h4>\n\n\n\n<p>Entnommen aus dem Artikel von Bert Ehgartner: <a href=\"http:\/\/ehgartner.blogspot.co.at\/2010\/04\/vorsorge-mit-abstrichen-oder-das.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorsorge mit Abstrichen &#8211; oder: Das Geheimnis der Finnen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 15-J\u00e4hrige erhalten in \u00d6sterreich den \u201eKrebsabstrich\u201c zur Fr\u00fcherkennung eines Zervix-Karzinoms und fortan gilt dieser als fixer Bestandteil eines Gyn\u00e4kologen-Besuchs. In Deutschland ist der Abstrich ab einem Alter von 20 Jahren Teil der j\u00e4hrlichen gyn\u00e4kologischen Vorsorgeuntersuchung.<\/p>\n\n\n\n<p>Speziell bei j\u00fcngeren Frauen sind Ver\u00e4nderungen am Geb\u00e4rmutterhals sehr h\u00e4ufig und bilden sich normalerweise von selbst wieder zur\u00fcck. Wird in dieser Zeit regelm\u00e4\u00dfig der &#8222;Krebsabstrich&#8220; vorgenommen, so ergibt sich in der Folge h\u00e4ufig Krebsalarm. Die Folge sind zahlreiche Konisationen, &#8222;vorsorgliche&#8220; Operationen an der Geb\u00e4rmutter. In \u00d6sterreich liegt die Zahl dieser Eingriffe j\u00e4hrlich zwischen 5.000 und 6.000, in Deutschland beim Zehnfachen. Konisationen erh\u00f6hen das Risiko einer sp\u00e4teren Fr\u00fchgeburt stark.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu den deutschsprachigen L\u00e4ndern setzt Finnland beim Zervix-Karzinom auf ein ganz anderes System. Im staatlichen finnischen Programm gilt f\u00fcr die Teilnahme ein Mindestalter von 30 Jahren. Anstatt alle sechs bis zw\u00f6lf Monate werden in Finnland die Frauen im Abstand von f\u00fcnf Jahren (!) zum Krebsabstrich eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und trotz dieser fahrl\u00e4ssig seltenen Untersuchungsintervalle haben deutsche oder \u00f6sterreichische Frauen ein dreifach h\u00f6heres Risiko am Zervix-Karzinom zu sterben, als finnische Frauen. Wie ist so ein paradoxes Ergebnis m\u00f6glich?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Betrug ohne Schaden<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie real die M\u00f6glichkeit ist, dass die Ver\u00e4nderungen der Zervix von selbst ausheilen, zeigte ein eigenartiger Vorfall, der sich vor rund zehn Jahren in der Praxis eines Gyn\u00e4kologen aus Linz ereignete.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist unbegreiflich, aber es ist passiert\u201c, fasste der Richter am Landesgericht Linz die Lage zusammen. Und damit meinte er sowohl den Hergang des Verbrechens als auch dessen Auswirkungen. Angeklagt war die damals 33-j\u00e4hrige Astrid S., die als Arzthelferin bei einem Linzer Gyn\u00e4kologen besch\u00e4ftigt war. Eine ihrer Aufgaben war es, den Frauen unangenehme Befunde mit zu teilen, die in Folge des so genannten Pap-Abstrichs zur Fr\u00fcherkennung des Zervixkarzinoms erstellt wurden. Die sensible Arzthelferin brachte es jedoch irgendwann nicht mehr \u00fcbers Herz, \u201eden armen Frauen zu sagen, dass sie krank sind\u201c. Statt die Patienten mit Krebsverdacht und damit notwendig gewordenen diagnostischen Eingriffen oder Therapien zu belasten, begann sie, die Befunde zu f\u00e4lschen oder lie\u00df sie tief im Archiv verschwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach sechs Jahren hielt sie den Stress nicht mehr aus, k\u00fcndigte und zog nach Wien. Ihr Verbrechen flog auf, als sich die Mitarbeiterin eines Labors beim Gyn\u00e4kologen erkundigte, wie es einer Patientin geht, bei der sie vor Monaten an Hand des Pap-Abstrichs Krebs diagnostiziert hatte. Entsetzt stellte der Arzt fest, dass der Befund in der Krankenakte schlummerte, die betroffenen Frau davon aber nie etwas erfahren hatte. Insgesamt fanden sich 99 \u00e4hnliche F\u00e4lle. Alle Frauen wurden vorgeladen und untersucht. Das erstaunliche Ergebnis des medizinischen Gutachtens: <strong>Bei keiner einzigen Betroffenen ist durch die Verschleppung der Behandlung Schaden entstanden.<\/strong> Im Gegenteil: Die meisten Krebsvorstufen waren bei der Nachuntersuchung verschwunden. Nur in sechs F\u00e4llen musste eine Konisation, das ist die vorsorgliche Entfernung des verd\u00e4chtigen Gewebest\u00fcckes, vorgenommen werden. Doch dies w\u00e4re bei wesentlich mehr Frauen geschehen, w\u00e4ren diese sofort behandelt worden. Ein konkreter akuter Krebsbefund l\u00f6ste sich gar in Luft auf. Der Gutachter tippte auf <strong>Spontanheilung<\/strong>. In keinem einzigen Fall wurde ein fortgeschrittenes Krankheitsbild festgestellt. Das Urteil f\u00fcr die ehemalige Arztsekret\u00e4rin fiel dementsprechend milde aus: Sie erhielt f\u00fcnf Monate auf Bew\u00e4hrung sowie eine symbolische Geldstrafe von 700 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das Urteil ergangen war, ereignete sich etwas nicht Allt\u00e4gliches. Im Gerichtssaal anwesend war n\u00e4mlich eine der \u201ebetrogenen\u201c Patientinnen des Gyn\u00e4kologen, und sie bedankte sich bei der Arzthelferin \u00fcberschw\u00e4nglich f\u00fcr deren kriminelle Aktion. Sie war n\u00e4mlich eine der Frauen, die bei der Nachuntersuchung vollst\u00e4ndig gesund waren. \u201eWenn Sie damals den Befund nicht h\u00e4tten verschwinden lassen\u201c, sagte sie und umarmte dabei die T\u00e4terin, \u201ew\u00e4re ich operiert worden und h\u00e4tte mich einer Krebstherapie unterziehen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Prozess ging als Kuriosum in die Annalen der Medizingeschichte ein. Konsequenzen zur qualitativen Verbesserung der Zervixkarzinom-Fr\u00fcherkennung, die unz\u00e4hlige Frauen mit Krebsalarm und unn\u00f6tigen Eingriffen belastet, wurden jedoch bis heute nicht gezogen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Finnische Programm<\/h4>\n\n\n\n<p>Geradezu nachl\u00e4ssig im Vergleich zur \u00f6sterreichischen Praxis erscheint etwa das staatliche finnische Fr\u00fcherkennungsprogramm, das bereits 1963 gestartet wurde und seit 1970 als organisiertes Screening landesweit l\u00e4uft. So wurde f\u00fcr die Teilnahme ein <strong>Mindestalter von 30 Jahren<\/strong> festgelegt. \u201eDer Grund liegt schlicht darin, dass sich bei den j\u00fcngeren Frauen nahezu alle Krebsvorstufen auf nat\u00fcrliche Weise wieder zur\u00fcckbilden\u201c, erkl\u00e4rt Ahti Anttila vom staatlichen Krebsregister in Helsinki.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungew\u00f6hnlich scheint f\u00fcr heimische Verh\u00e4ltnisse auch das finnische Untersuchungsintervall. Es wurde 1999 von drei auf f\u00fcnf Jahre ausgedehnt. \u201eWir ernten diesbez\u00fcglich immer viel Verwunderung bei ausl\u00e4ndischen Gyn\u00e4kologen\u201c, berichtet Anttila. \u201eEs f\u00e4llt scheinbar ziemlich schwer, die eigentlich recht simple Tatsache zu verstehen, wie sich Krebs im Zeitverlauf entwickelt.\u201c Anttila verweist darauf, dass es nach den Ergebnissen des finnischen Programms mindestens zehn Jahre dauert, bis eine Krebsvorstufe in ein invasives Zervix-Karzinom \u00fcbergeht. \u201eDeshalb gen\u00fcgt ein Intervall von f\u00fcnf Jahren vollauf, um damit dieselbe Sicherheit zu bieten wie mit einem k\u00fcrzeren Intervall.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frauen werden namentlich angeschrieben und zum Pap-Abstrich eingeladen. Das habe, so Anttila, den Effekt, dass nicht nur die besonders gesundheitsbewussten Frauen untersucht werden, sondern auch jene erfasst werden, die tats\u00e4chlich ein erh\u00f6htes Risiko haben: \u201e\u00c4ltere Frauen, mit Migrationshintergund oder aus niedrigem sozialen Milieu.\u201cMit diesen Methoden erreichte Finnland unangefochten den ersten Rang bei der Bek\u00e4mpfung des Zervix-Karzinoms. \u201eIn den meisten Jahren\u201c, so Anttila, \u201ehaben wir bei Frauen unter 50 Jahren gar keine Todesf\u00e4lle mehr.\u201c Im Berichtsjahr 2008 der Statistik Austria war die Diagnose \u201eZervix-Karzinom\u201c hingegen bei 30 dieser j\u00fcngeren Frauen die offizielle Todesursache. Insgesamt ist das Sterberisiko f\u00fcr \u00f6sterreichische Frauen beinahe dreimal so hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Entnommen aus dem Artikel von Bert Ehgartner: <a href=\"http:\/\/ehgartner.blogspot.co.at\/2010\/04\/vorsorge-mit-abstrichen-oder-das.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorsorge mit Abstrichen &#8211; oder: Das Geheimnis der Finnen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">QUELLENHINWEIS: <a href=\"http:\/\/www.initiative.cc\/Artikel\/2013_10_27_PAP_Abstrich.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">initiative.cc<\/a>\u00a0<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitrag von initiative.cc PAP &#8211; Abstrich-Tests (Krebsabstriche\/Zellproben vom Geb\u00e4rmutterhals) sind unn\u00f6tig und haben keine Aussagekraft. Wie \u00f6sterreichische Frauen eine Spontanheilung erlebten und das Geheimnis der Finnen, welche kaum untersuchen. Ver\u00e4nderungen sind normal und bilden sich wieder zur\u00fcck. 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