{"id":34848,"date":"2026-09-25T18:49:35","date_gmt":"2026-09-25T16:49:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.viciente.at\/front\/?p=34848"},"modified":"2026-09-25T18:49:41","modified_gmt":"2026-09-25T16:49:41","slug":"gefaessablagerungen-wie-ich-meine-gefaesse-wieder-frei-bekommen-habe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.viciente.at\/front\/gefaessablagerungen-wie-ich-meine-gefaesse-wieder-frei-bekommen-habe\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4\u00dfablagerungen &#8211; wie ich meine Gef\u00e4\u00dfe wieder &#8222;frei&#8220; bekommen habe"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">BEITRAG VON <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/\">Ren\u00e9 Gr\u00e4ber<\/a> &#8211; <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen, liebe Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ich schreibe ja f\u00fcr die Epoch Times, eine Wochenzeitung die auch im Internet einen Online Bereich hat.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer der letzten Kolumne hatte ich \u00fcber ein bemerkenswertes Ergebnis berichtet. Ein neuer Wirkstoff namens Pelacarsen kann einen Blutwert drastisch senken, der in der Kardiologie derzeit gro\u00dfe Aufmerksamkeit bekommt: Lipoprotein(a), kurz Lp(a). Ich hatte in der letzten Online Sprechstunde ja zu den Blutwerten gesprochen (wer es gesehen hat)&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem zu dem neuen Medikament: in der gro\u00dfen Lp(a)HORIZON-Studie mit mehr als 8.000 Patienten sank zwar das Lipoprotein(a), aber die Patienten bekamen dadurch nicht signifikant seltener Herzinfarkte oder Schlaganf\u00e4lle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der kombinierte Endpunkt aus Herz-Kreislauf-Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall und dringlichen Eingriffen an den Herzkranzgef\u00e4\u00dfen wurde nicht erreicht. Das teilte Novartis am 4. September 2026 mit. Die vollst\u00e4ndigen Studiendaten stehen noch aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studie bzw. Mitteilung dazu:<br><a href=\"https:\/\/www.novartis.com\/news\/media-releases\/novartis-announces-lpahorizon-phase-iii-topline-results-pelacarsen-patients-elevated-lpa-and-established-cardiovascular-disease-cvd\">https:\/\/www.novartis.com\/news\/media-releases\/novartis-announces-lpahorizon-phase-iii-topline-results-pelacarsen-patients-elevated-lpa-and-established-cardiovascular-disease-cvd<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie im Studienregister:<br><a href=\"https:\/\/clinicaltrials.gov\/study\/NCT04023552\">https:\/\/clinicaltrials.gov\/study\/NCT04023552<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Zeitungskolumne kann ich an dieser Stelle sagen: Interessant. Wieder einmal zeigt sich, dass ein sch\u00f6nerer Laborwert nicht automatisch einen ges\u00fcnderen Patienten bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier im Newsletter k\u00f6nnen wir aber einige Schritte weitergehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn die eigentlich interessante Frage lautet f\u00fcr mich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was mache ich mit einem Patienten, der einen erh\u00f6hten Lp(a)-Wert hat? Oder bei dem vielleicht sogar schon erste Gef\u00e4\u00dfablagerungen entdeckt worden sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da reicht mir die Empfehlung \u201eLDL weiter senken und abwarten\u201c bei Weitem nicht.<strong>Lp(a): einmal messen &#8211; und dann richtig damit umgehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst: Ich halte Lipoprotein(a) <strong>nicht<\/strong> f\u00fcr einen bedeutungslosen Laborwert. Im Gegenteil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lp(a) ist \u00fcberwiegend genetisch bestimmt. Ern\u00e4hrung, Sport, Gewichtsabnahme oder Fasten k\u00f6nnen diesen Wert meistens nur wenig beeinflussen. Deshalb reicht bei den meisten Menschen eine einmalige Bestimmung im Erwachsenenalter. Genau das empfiehlt inzwischen auch die neue amerikanische <a href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/CIR.0000000000001423\">Lipid-Leitlinie von 2026<\/a>. Werte ab etwa 125 nmol\/l beziehungsweise 50 mg\/dl gelten dort als zus\u00e4tzlicher Risikofaktor. Bei etwa 250 nmol\/l beziehungsweise 100 mg\/dl wird von ungef\u00e4hr einer Verdoppelung des langfristigen kardiovaskul\u00e4ren Risikos gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine kleine, aber wichtige Besonderheit: Lp(a) wird teilweise in mg\/dl und teilweise in nmol\/l angegeben. Bitte rechnen Sie diese Werte nicht einfach mit irgendeinem Faktor aus dem Internet ineinander um. Aufgrund unterschiedlicher Apo(a)-Isoformen gibt es keinen f\u00fcr jeden Menschen zuverl\u00e4ssigen Umrechnungsfaktor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein hoher Wert ist f\u00fcr mich also ein Warnl\u00e4mpchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wenn bei meinem Auto ein Warnl\u00e4mpchen angeht, tausche ich auch nicht zuerst die Gl\u00fchbirne aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich schaue nach, was mit dem Auto los ist.&nbsp;Also schauen wir uns die Gef\u00e4\u00dfe an<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier liegt f\u00fcr mich einer der gr\u00f6\u00dften Unterschiede zwischen reiner Laborwertmedizin und einer vern\u00fcnftigen Pr\u00e4vention.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arteriosklerose sitzt n\u00e4mlich nicht auf dem Laborzettel, sie sitzt in der Gef\u00e4\u00dfwand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade wurde dazu eine bemerkenswerte Untersuchung im New England Journal of Medicine ver\u00f6ffentlicht. Bei 16.808 Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren ohne bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung untersuchten die Forscher mit dreidimensionalem Ultraschall die Hals- und Beinarterien und zus\u00e4tzlich mittels CT die Herzkranzgef\u00e4\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ergebnis: Bei 57,1 Prozent fanden sich bereits arteriosklerotische Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als jeder Zweite!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst bei den 18- bis 29-J\u00e4hrigen fanden die Forscher bereits bei 8,7 Prozent der M\u00e4nner und 6,7 Prozent der Frauen Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen. Siehe:&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2609059\">https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2609059<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist einer der Gr\u00fcnde, weshalb ich bei entsprechendem Risikoprofil gern wissen m\u00f6chte, wie die Gef\u00e4\u00dfe tats\u00e4chlich aussehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein guter Ultraschall der Halsschlagadern kann dabei sehr aufschlussreich sein. Interessant ist f\u00fcr mich nicht erst die 70-prozentige Stenose, bei der bereits \u00fcber eine Operation diskutiert wird. Ich m\u00f6chte viel fr\u00fcher wissen, ob Plaques vorhanden sind und wie sich die Gef\u00e4\u00dfwand darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach Ausgangssituation kann zus\u00e4tzlich ein Calcium-Score der Herzkranzgef\u00e4\u00dfe sinnvoll sein. Auch die 2026er Leitlinie wertet den sogenannten CAC-Score inzwischen deutlich auf, insbesondere wenn das tats\u00e4chliche Herz-Kreislauf-Risiko nicht klar einzusch\u00e4tzen ist. Das CT erfolgt dabei ohne Kontrastmittel und zeigt, ob bereits verkalkte Plaques in den Herzkranzgef\u00e4\u00dfen vorhanden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich empfehle nat\u00fcrlich nicht jedem Gesunden, sich nun regelm\u00e4\u00dfig in einen CT zu legen. Diagnostik muss eine Konsequenz haben. Aber bei erh\u00f6htem Lp(a), auff\u00e4lliger Familiengeschichte, Diabetes, stark erh\u00f6htem Blutdruck oder mehreren Risikofaktoren kann eine solche Information die Situation erheblich klarer machen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ich im Labor tats\u00e4chlich wissen m\u00f6chte<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn jemand mit der Frage \u201eWie hoch ist mein Herzinfarktrisiko?\u201c zu mir kommt, ist ein einzelner Cholesterinwert f\u00fcr mich ungef\u00e4hr so befriedigend wie eine Wettervorhersage, die nur aus der Au\u00dfentemperatur besteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte ein Gesamtbild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6ren (je nach Patient und Vorgeschichte) unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Lipoprotein(a), wenigstens einmal im Leben<\/li>\n\n\n\n<li>Gesamtcholesterin, LDL, HDL und vor allem Triglyceride<\/li>\n\n\n\n<li>non-HDL-Cholesterin und bei entsprechender Fragestellung ApoB<\/li>\n\n\n\n<li>N\u00fcchternglukose und HbA1c<\/li>\n\n\n\n<li>bei Verdacht auf Insulinresistenz zus\u00e4tzlich N\u00fcchterninsulin beziehungsweise HOMA-IR<\/li>\n\n\n\n<li>hsCRP als m\u00f6glicher Hinweis auf chronische Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>Homocystein sowie bei Auff\u00e4lligkeiten Vitamin B12, Folat und gegebenenfalls Vitamin B6<\/li>\n\n\n\n<li>Nierenwerte, Schilddr\u00fcse und je nach Situation weitere Stoffwechselparameter<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ApoB finde ich besonders interessant, wenn LDL und Stoffwechselsituation nicht recht zusammenpassen. ApoB bildet vereinfacht gesagt die Zahl der atherogenen Lipoproteinpartikel besser ab als der reine Cholesteringehalt dieser Partikel. Auch die aktuelle Leitlinie hebt ApoB insbesondere bei Diabetes, erh\u00f6hten Triglyceriden und anderen Stoffwechselproblemen hervor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann kommt ein Wert, der \u00fcberhaupt nicht im Labor bestimmt wird und trotzdem au\u00dferordentlich wichtig ist: der Blutdruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur einmalig schnell beim Arzt gemessen&#8230; Ich m\u00f6chte wissen, wie der Blutdruck morgens nach dem Aufstehen aussieht. Abends. In Ruhe. \u00dcber mehrere Tage hinweg. Wenn Zweifel bestehen, halte ich eine 24-Stunden-Messung f\u00fcr sehr viel aussagekr\u00e4ftiger als irgendeinen Einzelwert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Meine eigene Geschichte mit den Gef\u00e4\u00dfen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin bei diesem Thema \u00fcbrigens nicht nur Therapeut, sondern ich war selbst betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit ungef\u00e4hr 40 Jahren zeigten sich bei mir bereits Ver\u00e4nderungen an den Gef\u00e4\u00dfen. Das fand ich damals alles andere als lustig. Ich wollte deshalb nicht nur hoffen, dass das schon irgendwie gutgehen w\u00fcrde, sondern wissen, was passiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also lie\u00df ich meine Halsschlagadern und meine Aorta immer wieder sonografisch kontrollieren, ungef\u00e4hr alle sechs Monate.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und \u00fcber die folgenden Jahre verbesserten sich die Befunde deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist selbstverst\u00e4ndlich keine randomisierte Doppelblindstudie. Ich kann daraus auch nicht ableiten, welcher einzelne Baustein welchen Anteil daran hatte. Aber genau darum geht es mir: Ich habe nicht einen Laborwert behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe das Milieu ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6rten Bewegung und Training, eine weitgehend zuckerfreie Ern\u00e4hrung, regelm\u00e4\u00dfiges Heilfasten, die Kontrolle meiner Risikofaktoren und verschiedene Vitalstoffe beziehungsweise naturheilkundliche Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und einige davon verwende ich bis heute.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der erste Hebel kostet keinen Cent: Zucker und Stoffwechsel<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich bei Gef\u00e4\u00dfproblemen etwas konsequent angehe, dann ist es ein gest\u00f6rter Zuckerstoffwechsel. Damit meine ich nicht nur den manifesten Diabetes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahre vorher k\u00f6nnen bereits erh\u00f6hte Insulinspiegel, Bauchfett, steigende Triglyceride, Fettleber und Bluthochdruck auftreten. Der N\u00fcchternzucker kann w\u00e4hrenddessen noch scheinbar \u201enormal\u201c sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb halte ich gerade die Kombination aus erh\u00f6hten Triglyceriden, Bauchumfang und hohen Insulinwerten f\u00fcr wesentlich interessanter als manche Diskussion dar\u00fcber, ob LDL nun f\u00fcnf Punkte h\u00f6her oder niedriger liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zucker, S\u00fc\u00dfigkeiten, gezuckerte Getr\u00e4nke, Wei\u00dfmehl und fortlaufendes Snacken w\u00fcrde ich bei einer solchen Stoffwechsellage drastisch reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist \u00fcbrigens inzwischen keineswegs irgendeine naturheilkundliche Au\u00dfenseitermeinung. Selbst die aktuelle amerikanische Leitlinie empfiehlt bei erh\u00f6hten Triglyceriden ausdr\u00fccklich eine Ern\u00e4hrung mit wenig zugesetztem Zucker und raffinierten Kohlenhydraten.Fasten: nicht wegen Lp(a), sondern wegen des Stoffwechsels<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regelm\u00e4\u00dfiges Heilfasten geh\u00f6rt f\u00fcr mich seit Jahrzehnten zu den st\u00e4rksten Ordnungstherapien.&nbsp;Dabei interessiert mich \u00fcberhaupt nicht, ob Lp(a) anschlie\u00dfend zehn Prozent niedriger ist. Im Oktober ist es \u00fcbrigens wieder soweit&#8230; Ich lade Sie wieder rechtzeitig ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem \u00fcbergewichtigen, insulinresistenten Patienten mit Fettleber, erh\u00f6htem Blutdruck und hohen Triglyceriden kann Fasten auf mehreren Ebenen gleichzeitig ansetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuere Metaanalysen randomisierter Studien best\u00e4tigen g\u00fcnstige Auswirkungen verschiedener Fastenformen unter anderem auf K\u00f6rpergewicht und Stoffwechselparameter. F\u00fcr Insulinresistenz, N\u00fcchternglukose und teilweise Entz\u00fcndungsmarker zeigen sich ebenfalls positive Effekte, auch wenn die Studien je nach Fastenform und Patientengruppe durchaus unterschiedlich ausfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich selbst faste in aller Regel zweimal j\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbrigens: vor zwei Wochen hat mich S\u00f6ren Schumann zum Thema Heilfasten interviewt:<br><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9RdI07KpTz0\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9RdI07KpTz0<\/a><br>Eigentlich wollten wir &#8222;nur&#8220; \u00fcber das Heilfasten sprechen, aber wie immer bin ich nat\u00fcrlich auch wieder abgeschweift.<br>Das Interview wurde auch bereits \u00fcber 100.000 Mal gesehen&#8230; sehr beeindruckend, wie ich finde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter mit der Arteriosklerose&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Knoblauch: viel interessanter, als viele denken<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine meiner traditionellen Ma\u00dfnahmen bei Gef\u00e4\u00dfproblemen ist seit vielen Jahren die Knoblauch-Zitronen-Kur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Rezept habe ich bereits vor langer Zeit in meinem Buch zur Herzgesundheit beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man nimmt 30 gesch\u00e4lte Knoblauchzehen guter Qualit\u00e4t und f\u00fcnf unbehandelte Bio-Zitronen. Die Zitronen werden einschlie\u00dflich der Schale kleingeschnitten, die Kerne entfernt. Alles zusammen wird im Mixer zerkleinert, mit einem Liter Wasser erhitzt und einmal kurz aufgewallt. Danach abseihen, in Flaschen f\u00fcllen und k\u00fchl aufbewahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davon nehme beziehungsweise empfehle ich traditionell ungef\u00e4hr dreimal t\u00e4glich 40 ml, vor oder nach einer Hauptmahlzeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Wochen lang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach etwa acht Tage Pause und anschlie\u00dfend noch einmal drei Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was mir heute sogar besser gef\u00e4llt als zum Zeitpunkt meines Buches: Wir haben inzwischen wesentlich mehr Daten zu Knoblauch&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/27563431\/\">randomisierten Studie mit 112 Menschen<\/a> mit erh\u00f6hten Blutfetten erhielt eine Gruppe t\u00e4glich 20 Gramm Knoblauch plus einen Essl\u00f6ffel Zitronensaft. Nach acht Wochen waren unter anderem Gesamtcholesterin, LDL, Fibrinogen und Blutdruck st\u00e4rker gesunken als in den Vergleichsgruppen. Wichtig: Das war nicht exakt mein oben beschriebenes Rezept. Man darf aus dieser Studie also nicht behaupten, mein Knoblauch-Zitronen-Trunk sei damit \u201ebewiesen\u201c. Aber die Kombination ist durchaus interessant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch spannender ist eine <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/40580481\/\">2025 ver\u00f6ffentlichte Metaanalyse<\/a> von 108 randomisierten Studien mit insgesamt mehr als 7.000 Teilnehmern. Knoblauch zeigte darin im Mittel g\u00fcnstige Effekte auf Blutdruck, Gesamtcholesterin, LDL, Triglyceride, Blutzucker, Insulinresistenz und verschiedene Entz\u00fcndungs- und Oxidationsmarker. Die Effekte waren nicht gigantisch \u2013 aber sie gingen erstaunlich konsequent in dieselbe Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und es gibt sogar kleinere randomisierte Studien mit \u201eAged Garlic Extract\u201c, also gereiftem Knoblauchextrakt, in denen die Entwicklung koronarer Plaques mittels CT untersucht wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/26764322\/\">Untersuchung mit Patienten<\/a> mit metabolischem Syndrom wurden 2.400 mg t\u00e4glich verwendet; dabei nahm insbesondere der Anteil sogenannter Low-Attenuation-Plaques gegen\u00fcber Placebo g\u00fcnstiger ab. Auch andere kleine Studien fanden Hinweise auf eine verlangsamte Progression der Koronarverkalkung. Das ist noch kein Beweis daf\u00fcr, dass Knoblauch Herzinfarkte verhindert. Aber f\u00fcr ein einfaches Naturmittel finde ich diese Daten bemerkenswert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Knoblauch nicht vertr\u00e4gt oder sich mit der Zubereitung nicht anfreunden kann, kann deshalb auch \u00fcber einen standardisierten gereiften Knoblauchextrakt nachdenken. Die Studien verwendeten teilweise 1.200 bis 2.400 mg t\u00e4glich. Das ist allerdings nicht eins zu eins mit frischem Knoblauch vergleichbar.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Omega-3<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Omega-3-Fetts\u00e4uren geh\u00f6ren f\u00fcr mich ebenfalls zu den wichtigen Bausteinen, allerdings gezielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mich interessieren dabei insbesondere die Triglyceride, die Ern\u00e4hrung und gegebenenfalls der Omega-3-Index. Eine beliebige Fisch\u00f6lkapsel aus dem Drogeriemarkt mit \u201e1.000 mg Fisch\u00f6l\u201c sagt zun\u00e4chst wenig. Entscheidend ist, wie viel EPA und DHA tats\u00e4chlich enthalten sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei deutlich erh\u00f6hten Triglyceriden k\u00f6nnen h\u00f6here therapeutische Mengen sinnvoll sein. Verschreibungspflichtige Omega-3-Pr\u00e4parate in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 4 g t\u00e4glich senken die Triglyceride deutlich; bei bestimmten Hochrisikopatienten existieren f\u00fcr reines EPA auch Daten zu weniger kardiovaskul\u00e4ren Ereignissen. Das darf allerdings nicht pauschal auf jede beliebige EPA\/DHA-Kapsel \u00fcbertragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der naturheilkundlichen Praxis arbeite ich meist deutlich individueller. Entscheidend ist auch hier nicht: \u201eSenkt Omega-3 mein Lp(a)?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage lautet: Welches Problem m\u00f6chte ich damit behandeln?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nutze \u00fcbrigens immer noch die Mittel der Firma Norsan.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>OPC: f\u00fcr mich ein erg\u00e4nzender Baustein<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">OPC beziehungsweise oligomere Proanthocyanidine verwende ich ebenfalls gern im Rahmen meiner Gef\u00e4\u00dfkonzepte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meinem bisherigen Schema waren h\u00e4ufig 300 mg pro Tag enthalten, verteilt auf dreimal 100 mg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">OPC besitzen antioxidative Eigenschaften und k\u00f6nnen oxidativen Stress beeinflussen. Allerdings will ich an dieser Stelle erw\u00e4hnen, dass die klinische Datenlage d\u00fcnner ist als beispielsweise bei Blutdruckbehandlung oder Bewegung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Metaanalyse randomisierter Untersuchungen mit Traubenkernextrakt fand unter anderem eine leichte Senkung des systolischen Blutdrucks, aber keinen \u00fcberzeugenden Effekt auf Blutfette oder CRP.&nbsp;Ich sehe OPC deshalb als Erg\u00e4nzung und nicht als \u201ePlaque-Aufl\u00f6ser\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gilt im Grunde f\u00fcr fast alle Vitalstoffe.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Homocystein: messen statt blind B-Vitamine schlucken<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen weiteren Wert schaue ich mir bei entsprechendem Risikoprofil gern an: Homocystein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Korrektur zu einer \u00e4lteren Formulierung aus meinem Buch ist mir dabei wichtig: Homocystein selbst ist biochemisch kein \u201efreies Radikal\u201c. Es handelt sich um eine schwefelhaltige Aminos\u00e4ure beziehungsweise ein Zwischenprodukt des Methioninstoffwechsels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erh\u00f6hte Werte k\u00f6nnen unter anderem bei einem Mangel an Folat, Vitamin B12 oder B6 auftreten, aber auch Nierenfunktion, Schilddr\u00fcse, Medikamente und andere Faktoren spielen hinein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb w\u00fcrde ich nicht blind hoch dosierte B-Vitamine geben, sondern erst einmal schauen, warum das Homocystein erh\u00f6ht ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn auch hier zeigt die Forschung dasselbe Prinzip wie beim Lp(a): Einen Laborwert zu senken bedeutet nicht automatisch, dass im selben Ausma\u00df Herzinfarkte verhindert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Metaanalyse von acht gro\u00dfen randomisierten Studien mit insgesamt 37.485 Teilnehmern ist daf\u00fcr ein sch\u00f6nes Beispiel: Die Fols\u00e4uregabe reduzierte Homocystein im Mittel um etwa 25 Prozent. Einen signifikanten R\u00fcckgang der gro\u00dfen vaskul\u00e4ren Ereignisse gab es dadurch jedoch nicht. Studie dazu: <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/20937919\/\">https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/20937919\/<\/a>Mein altes &#8222;hom\u00f6opathisches Begleitschema&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt kommen wir zu einem Teil, den Sie in einer normalen Zeitungskolumne vermutlich eher nicht lesen w\u00fcrden. Sie kennen das Schema, weil ich es ja im Buch zur biologischen Herztherapie beschreibe&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meiner Praxis habe ich die Knoblauch-Zitronen-Kur \u00fcber viele Jahre immer wieder mit einem hom\u00f6opathisch-spagyrischen Schema kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell gebe ich in eine Tagesportion beziehungsweise in ein Glas der Knoblauch-Zitronen-Zubereitung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5 Tropfen NIGERSAN D5 von SANUM,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5 Tropfen CITROKEHL,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5 Tropfen SANUVIS<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">und 8 Tropfen PH\u00d6NIX Tartarus spag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Pr\u00e4parate gibt es weiterhin in jeder Apotheke. NIGERSAN D5 ist ein registriertes hom\u00f6opathisches Arzneimittel aus Aspergillus niger; CITROKEHL basiert auf hom\u00f6opathisch potenzierter Zitronens\u00e4ure, SANUVIS auf rechtsdrehender Milchs\u00e4ure. PH\u00d6NIX Tartarus spag. ist ein spagyrisch-hom\u00f6opathisches Komplexmittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nenne dieses Schema seit vielen Jahren mein \u201eEntkalkungsschema\u201c. Ja&#8230; das ist klinisch nicht bewiesen &#8211; soviel zur &#8222;Einordnung&#8220; f\u00fcr die Faktenchecker. Ich verwende dieses Schema aufgrund meiner therapeutischen Erfahrung erg\u00e4nzend innerhalb eines Gesamtkonzeptes.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was oft mehr bringt als jedes Mittel<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und jetzt kommt der vielleicht unbefriedigendste Teil dieses Newsletters.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann selbstverst\u00e4ndlich Knoblauch nehmen, Omega-3, OPC und weitere Mittel einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wer t\u00e4glich raucht, einen Blutdruck von 170\/100 mmHg hat, nachts aufgrund einer unerkannten Schlafapnoe minutenweise mit Sauerstoffmangel k\u00e4mpft, kaum 2.000 Schritte am Tag schafft und anschlie\u00dfend zwei Flaschen Cola trinkt, wird seine Arterien nicht mit drei Kapseln und zw\u00f6lf Tropfen retten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also: Bewegung geh\u00f6rt f\u00fcr mich zwingend dazu. Und zwar nicht nur Ausdauertraining. Muskulatur ist eines unserer wichtigsten Stoffwechselorgane. Krafttraining, z\u00fcgiges Gehen, Radfahren, vern\u00fcnftiges Ausdauertraining und das Erhalten der Beweglichkeit geh\u00f6ren deshalb f\u00fcr mich zur Herz-Kreislauf-Pr\u00e4vention.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann der Schlaf, dann Bauchfett (mit dem ich auch immer noch zu tun habe &#8211; trotz Projekt 2026!) und das&nbsp;Rauchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und untersch\u00e4tzt werden chronische Entz\u00fcndungsherde. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Zahnfleischentz\u00fcndungen. Bei entsprechendem Verdacht geh\u00f6rt auch eine Schlafapnoe abgekl\u00e4rt. Ebenso m\u00fcssen Diabetes, Nierenerkrankungen und Bluthochdruck vern\u00fcnftig behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist weniger spektakul\u00e4r als eine neue Spritze, die einen Laborwert um 80 Prozent senkt. Aber genau darin liegt vielleicht das Problem.&nbsp;Wir lieben spektakul\u00e4re Einzelma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Noch ein Wort zu Cholesterinsenkern<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem aktuellen Pelacarsen-Ergebnis w\u00fcrde ich \u00fcbrigens ausdr\u00fccklich nicht ableiten: \u201eDann ist Lipoprotein(a) bedeutungslos und s\u00e4mtliche Cholesterinsenker sind Unsinn.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das w\u00e4re dieselbe eindimensionale Denkweise, nur mit umgekehrtem Vorzeichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein 45-j\u00e4hriger Gesunder mit etwas erh\u00f6htem LDL ist nicht derselbe Patient wie ein 68-J\u00e4hriger nach Herzinfarkt mit mehreren Koronarstenosen, Diabetes und Bluthochdruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade in der Sekund\u00e4rpr\u00e4vention gibt es f\u00fcr eine Senkung atherogener Lipoproteine belastbare Endpunktdaten. \u00dcber Nutzen, absolute Risikoreduktion, Nebenwirkungen und die teilweise sehr gro\u00dfz\u00fcgige Verordnung von Lipidsenkern kann und sollte man trotzdem diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber bitte anhand des konkreten Patienten, nicht anhand eines Glaubensbekenntnisses.Mein pers\u00f6nlicher Fahrplan<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich heute erfahren w\u00fcrde, mein Lipoprotein(a) sei deutlich erh\u00f6ht, w\u00fcrde ich nicht versuchen, diesen Wert mit Gewalt herunterzubekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcrde ihn als Hinweis nehmen, dass ich bei den \u00fcbrigen Faktoren noch genauer hinschaue.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie sehen meine Gef\u00e4\u00dfe aus?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie ist mein Blutdruck tats\u00e4chlich?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie hoch sind ApoB und Triglyceride?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie sieht mein Zucker- und Insulinstoffwechsel aus?<\/li>\n\n\n\n<li>Gibt es Entz\u00fcndungszeichen?<\/li>\n\n\n\n<li>Rauche ich?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie viel viszerales Fett trage ich mit mir herum?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie schlafe ich?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie bewege ich mich?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann w\u00fcrde ich dort eingreifen, wo tats\u00e4chlich etwas zu verbessern ist. Genau das habe ich bei mir selbst getan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcrde wieder trainieren. Zucker und hochverarbeitete Kohlenhydrate weitgehend aus meiner Ern\u00e4hrung streichen. Regelm\u00e4\u00dfig fasten. Meine Versorgung mit Omega-3 und anderen Vitalstoffen \u00fcberpr\u00fcfen. Und ja: Meine Knoblauch-Zitronen-Kur w\u00fcrde wahrscheinlich ebenfalls wieder in der K\u00fcche stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht ist genau das die wichtigste Lehre aus der Pelacarsen-Studie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann einen Risikomarker eindrucksvoll ver\u00e4ndern und trotzdem am eigentlichen Ziel vorbeischie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medizin beginnt deshalb f\u00fcr mich nicht mit der Frage:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWie bekomme ich diesen Laborwert herunter?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sondern:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas muss ich tun, damit dieser Mensch in zehn oder zwanzig Jahren m\u00f6glichst keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind zwei vollkommen verschiedene Fragen. Und manchmal leider auch zwei vollkommen verschiedene Arten von Medizin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche Ihnen Alles Gute!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ren\u00e9 Gr\u00e4ber<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>P.S.:&nbsp;<\/strong><strong>Warum ich nicht mehr alles \u00f6ffentlich schreibe<\/strong><br>Seit 2020 hat sich der Spielraum f\u00fcr kritische Stimmen sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert. Sichtbarkeit im Netz? Heute eine Frage des Narrativs. Was nicht passt, wird gedrosselt \u2013 technisch, algorithmisch, ganz ohne Zensur-Stempel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darum gibt es meinen Insider-Premium-Newsletter:<br>Direkt, ungesch\u00f6nt, praxisnah.<br>Mit allem, was \u00f6ffentlich kaum noch gesagt werden darf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Sie wissen wollen, was wirklich wirkt \u2013 jenseits der Filterblasen:<br>Hier geht\u2019s zum Insider-Newsletter:<br><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/premium-insider-newsletter\/\">https:\/\/renegraeber.de\/premium-insider-newsletter\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">QUELLENHINWEIS: <a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/\">Ren\u00e9 Gr\u00e4ber<\/a><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BEITRAG VON Ren\u00e9 Gr\u00e4ber &#8211; Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich schreibe ja f\u00fcr die Epoch Times, eine Wochenzeitung die auch im Internet einen Online Bereich hat.\u00a0 In einer der letzten Kolumne hatte ich \u00fcber ein bemerkenswertes Ergebnis berichtet. 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