Black Goo: Im Labyrinth der Wirklichkeit

Black Goo: Im Labyrinth der Wirklichkeit

Beitrag im NEXUS Magazin

NEXUS MagazinIm Internet kursieren seit Längerem Gerüchte über eine höchst eigenartige Substanz, die als „Black Goo“ oder auch „sentient oil“ – „intelligentes“ bzw. „empfindsames Öl“ – bezeichnet wird. Das Thema macht vor keiner noch so wilden Verschwörungstheorie halt – und hat unsere Autoren in einen öligen Sumpf aus Geheimforschungen, artifiziellen Hintergrundmächten, unerklärlichen Krankheiten, Kindesmissbrauch und nanotechnischer Beeinflussung geführt, in dem sie fast versunken wären. Ein kleines Lehrstück über die Natur der Realität.

Nanotechnik aus dem Abwasserrohr

Die Geschichte klingt so merkwürdig, dass sie eigentlich nur wahr sein kann. Sie handelt von einem jungen Engländer namens Alistair Martin, der Mitte der 1990er Jahre in einer Londoner Souterrainwohnung lebte. Dort stellte er eines Tages fest, dass er plötzlich in der Lage war, in allem die „tieferen Muster und Strukturen“ zu erkennen, ja, einen regelrechten „Durst nach Mustern und Information“ verspürte. Das betraf zum Beispiel auch Sprachen, was ihn in die Lage versetzte, innerhalb von zwei Wochen mithilfe von CDs mehr oder weniger fließend Portugiesisch zu sprechen. Gleichzeitig veränderte sich seine Persönlichkeit: Er wurde ruhiger, weniger aggressiv und fühlte sich reifer – durchweg positive Eigenschaften.

Doch hatten die neu gewonnenen Fertigkeiten ihren Preis: Mehrere Jahre lang litt Martin in der Folge an unspezifischen Schmerzen, Müdigkeit und Energiedefiziten. Dazu veränderte sich seine Haut, sodass sie – nach seinem Bekunden – die Sonne anders reflektierte. Zudem –und das war wohl der seltsamste Nebeneffekt – hatte er das Gefühl, dass sein „Bewusstsein kontrolliert“ wurde: Die beschriebenen Charakterveränderungen kamen seiner Meinung nach nicht aus ihm selbst, sondern wurden ihm von außen auferlegt.

Auf der Suche nach den Ursachen brachte ihn sein Vermieter, ein Ingenieur und hochrangiger Angehöriger des britischen Militärapparates, auf eine Spur. Die wundersame geistige Veränderung, aber auch die körperlichen Beschwerden, so der anonym gebliebene Mann, könnten mit den Dämpfen aus einer defekten Abwasserleitung neben dem Fenstern Martins zusammenhängen, denen er ein halbes Jahr lang ausgesetzt gewesen war. Laut Aussage seines Vermieters stammten sie von den Resten einer Substanz, die von Wissenschaftlern einer nahe gelegenen privatwirtschaftlichen Forschungseinrichtung vor einigen Jahrzehnten illegal in die Kanalisation entsorgt worden war und sich im Abwassersystem abgelagert hatte. Martin ist sich sicher, dass er durch die Dämpfe auf DNS-Ebene „genetisch modifiziert“ worden war, wie er es ausdrückt, und zwar nicht irgendwie geistig-energetisch, sondern sehr materiell durch eine „Nanotechnik“, die über die Atemwege in seinen Organismus gelangt war. Von einem anderen Freund aus dem Militär hatte Martin von einer Substanz gehört, auf die die seltsamen Eigenschaften der entsorgten Flüssigkeit zuzutreffen schienen. Ihr Name: Black Goo.

Der Falklandkrieg

Zu der in zwei Interviews dokumentierten Story gehört eine lange und verwobene Vorgeschichte, die bis zum Falklandkrieg zurückreicht. Zur Erinnerung: Im Frühling 1982 schickte das britische Establishment eine Kriegsflotte inklusive Atom-U-Booten aus, um im Atlantik zwischen Südamerika und der Antarktis ein paar karge und weitgehend menschenleere Inseln zurückzuerobern. Diese hatte Argentinien nach Ansicht der Engländer ein paar Wochen zuvor widerrechtlich besetzt. Der „Krieg“ endete nach wenigen Wochen mit einem glorreichen Sieg der British Navy. Was die Öffentlichkeit nicht erfuhr: Der eigentliche Anlass und die Beute soll ein „intelligentes Öl“ gewesen sein – ebenjenes Black Goo, dessen Dämpfe Martin Jahrzehnte später eingeatmet haben will.

Der Terminus geht auf einen Pionier der Nanotechnik zurück: Eric Drexler skizzierte 1986 ein Weltuntergangsszenario, in dessen Zentrum ein fiktiver, sich selbst replizierender Nanobot-Organismus namens „Grey Goo“ (dt: „Graue Schmiere“) stand. Einmal außer Kontrolle geraten, hätte dieser Nanoorganismus sich rasant vermehren und binnen kürzester Zeit seine Umwelt infiltrieren und regelrecht „auffressen“ können – das „Grey“ hatte für Drexler also nichts mit der Farbe der Substanz zu tun, sondern sollte ausdrücken, dass sie trotz ihrer primitiven Natur dazu fähig sei, „alles Leben auszulöschen“. Ganz ähnliche Eigenschaften werden dem Black Goo attestiert – wobei das „Black“ darauf zurückgeht, dass die Substanz ursprünglich in Rohöl gefunden worden sein soll.

Eigentlich endete der Falklandkrieg mit dem Waffenstillstandsabkommen in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni, doch vorbei war er im Grunde erst eine Woche später – nämlich an dem Tag, als die Briten die quasi nebenbei eroberte argentinische „Forschungsstation“ Corbeta Uruguay buchstäblich in die Luft jagten. Offiziell war die Station mit der Erfassung von meteorologischen, ozeanografischen und glaziologischen Daten betraut; gleichzeitig diente sie als wichtiger Außenposten der argentinischen Militärjunta. Sie befand sich nicht direkt auf den Falklandinseln, sondern auf einer der Südlichen Sandwichinseln, die in der gleichen Region nahe der Antarktis liegen. Die Insel trägt den Namen Morrell, eine andere Bezeichnung lautet jedoch Thule Island – ein Name, der an einen anderen modernen Mythos gemahnt. Dass es tatsächlich um mehr gegangen sein könnte als die Zerstörung der Station, zeigt nicht nur die Gewalt der Explosion; auch die Anwesenheit einer großen Einheit von Spezialeinsatzkräften, flankiert von drei stattlichen Kriegsschiffen, weist möglicherweise auf einen anderen Hintergrund als den offiziellen hin.

Die ET-Verbindung und seltsame Todesfälle

Einigen Quellen zufolge waren die Argentinier weniger an irdischen Messdaten interessiert. Vielmehr sollen sie auf Thule Island Kontakt zu einer humanoiden blauen ET-Rasse gepflegt haben, die dort in einer Untergrundbasis mit dem Black Goo gearbeitet haben soll. David Griffin, Gründer von Exopolitics UK, verweist in einem Vortrag über Black Goo an dieser Stelle auf Alec Newald, einen neuseeländischen Ingenieur, der angeblich 1989 von den Blauen entführt worden ist. Newald will von seinen Entführern erfahren haben, dass das Black Goo einst von einer boshaften ET-Gruppe auf der Erde zurückgelassen wurde. Die Substanz sollte es ihnen ermöglichen, den Planeten Erde auf Knopfdruck terraformieren zu können; als Auslöser sollte ein aus dem All gesendetes Signal dienen. Für den Fall, dass die „bösen ETs“ durch eine andere Rasse von der Erde vertrieben würden, könnten sie den Planeten durch den Terraforming-Prozess auch für die potenziellen Eroberer unbewohnbar machen.

Laut Newald haben die blauen ETs das Black Goo als planetare Bedrohung verstanden und versucht, es „unschädlich zu machen“ – Newald spricht von de-engineering. Die Falkland-Region hätten sie für ihre Experimente gewählt, weil die Substanz in kalten Temperaturen besser zu handhaben sei und sich in einer wärmeren Umgebung explosionsartig replizieren würde.

Die komplette Geschichte seiner Entführung hat Alec Newald in seinem Buch „CoEvolution“ festgehalten. Es trägt den Untertitel „Die wahre Geschichte eines Mannes, der für zehn Tage zu einer außerirdischen Zivilisation mitgenommen wurde“ und ist 2011 neu aufgelegt worden, als Newald durch visionsartige Träume „reaktiviert“ wurde. Den Neuseeländer kann man in unserer Geschichte durchaus als einen der Hauptakteure bezeichnen, denn der Topos „intelligentes“ bzw. „bewusstes Öl“ scheint auf ihn zurückzugehen.

>> WEITERLESEN auf Seite 2 …

 

QUELLENHINWEIS: NEXUS Magazin

 

DISCLAIMER: Diese Informationen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Telegram Viciente abonnieren

TelegramNEU - Alle Beiträge jetzt auch auf

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Privacy Policy