Michael Grandt auf der Webseite des KOPP Verlages

Großbanken weltweit in Schwierigkeiten

Der Schock der Finanzkrise sitzt noch tief, vor allem bei Großbanken. Sogar eine Zwangsauflösung von US-Banken ist kein Tabu mehr. In Russland ist das ganze Bankensystem und in Österreich die Volksbank in Gefahr.

Ein Ende der Großbanken-Misere ist noch lange nicht in Sicht, trotz allen Beteuerungen der Politiker, die täglich mantragleich das Ende der Krise verkünden, um das einfache Volk ruhig zu halten.

Hier nur ein paar wenige Beispiele aus zwei der größten Länder der Erde:

»Citibank im Status der Auflösung«

Die Citibank, einer der größten Finanzdienstleister der Welt für Privatkunden, gehört zur Citigroup und hat ihren Hauptsitz in New York. Die Bank hatte über 45 Milliarden Dollar an Staatshilfen erhalten und gehört mittlerweile zu 36 Prozent der US-Regierung. Aber die Geschäfte gehen immer noch schlecht. Analysten befürchten bis zum Ende des Jahres weitere zehn Milliarden Dollar Abschreibungen auf steuerliche Verlustvorträge, die die Bank wird nicht nutzen können. Chris Whalen von Institutional Risk Analytics gab jetzt seine Einschätzung ab: »Wenn man sich das ganze Bild ansieht, ist Citi bereits im Status der Auflösung.«

Zwangsauflösung von US-Banken?

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In Griechenland gehen die Lichter aus

Als erstes EU-Land steht Griechenland kurz vor dem Staatsbankrott. Offiziell wird beschönigt, aber die Lage ist weiter schlimmer als befürchtet.

Ausufernde Staatsschulden und eine Regierung, die die Vorgaben der Europäischen Kommission zum Abbau der Defizite nicht beachtet, bringen Griechenland immer mehr in Bedrängnis.

Tickende Zeitbombe

Der Staat steckt in der schwersten Finanzkrise seit Kriegsende und die Spirale wachsender Schulden dreht sich immer schneller. Eine Hochrechnung der EU-Kommission prognostiziert diese es noch 99,2 Prozent betragen. Zudem tickt eine gefährliche Zeitbombe, die der desolaten Rentenfinanzen nämlich. Dieser Teufelskreis muss mit »mathematischer Sicherheit« zum Staatsbankrott führen. (1)

Doch das Land gehört zur EU und kann sich (noch) darauf verlassen, dass die anderen europäischen Staaten es nicht bankrott gehen lassen. Noch finden sich Käufer für die Staatsanleihen, denn sie vertrauen darauf, dass die EU haftet, indem sie Griechenland nicht fallen lässt.

Laut EU-Prognose Ende 2009 wird das Haushaltsdefizit Griechenlands im Jahr 2010 auf 12,2 Prozent steigen, für 2011 werden sogar 12,8 Prozent vorhergesagt, und das, obwohl eigentlich nur eine Defizitobergrenze von maximal drei Prozent »erlaubt« ist.

Griechenlands Bonität ist gefährdet

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